Name
Verlauf

Syntax
Verlauf

Aufklappen Wertebereiche
Der Statuswert setzt sich aus den Funktionsbereichen Sichtbarkeit, Verlauf und Eigenschaft zusammen. Es gilt:
statusi= si+ vi+ ti

Ein Sonderwert ist statusi= -1. Er stellt das Ende eines geschlossenen Polygonzuges dar. Dies ist notwendig um Durchdringungen zu definieren: Alle nachfolgenden Punkte stellen einen neuen Polygonzug dar, der eine Durchdringung des ersten darstellt und dessen Eckpunkte demnach innerhalb der Restfläche des ersten Polygons liegen müssen.

Aufklappen Erläuterung
Der zweite Funktionsbereich der Statuswerte (vi) steuert (wieder abhängig, ob und in wie weit das der jeweilige Befehl zulässt) den Verlauf der zweidimensionalen Polygonkante zwischen den Eckpunkten. Damit sind neben der Angabe anderer als absoluter Koordinaten für Ecken auch Kreisbögen und Durchdringungen möglich.
Anders als die Statuswerte für die Sichtbarkeit (si) beziehen sich die Statuswerte für den Verlauf nicht auf das an diesem Eckpunkt beginnende, sondern auf das (mit diesen Koordinaten dieses Punktes) beendete Element.

Folgende Statuswerte sind möglich:

vi=0
x,y,si
Die Koordinaten sind der absolute Koordinaten der Ecke: (xi/yi). Siehe Abb. 1.

vi=100
dx,dy,100+si
Die Koordinaten sind relative Koordinaten der Ecke, bezogen auf den letzten Eckpunkt: (Xi-1+xi/Yi-1+yi). Siehe Abb. 2.

vi=200
lang,winkel,200+si
Ausgehend vom letzten Eckpunkt ergibt sich dieser Eckpunkt aus der Richtung des Winkels winkel zur X-Achse des lokalen Koordinatensystems und der Entfernung lang in dieser: (Xi-1+lang*COS(winkel)/Yi-1+lang*SIN(winkel)). Siehe Abb. 3.

vi=300
lang,0,300+si
Der Eckpunkt liegt in sich aus dem bisherigen Polygonzug ergebender tangentialer Richtung in der Entfernung lang. Die 2. Koordinate ist unbenutzt und wird ignoriert. Siehe Abb. 4.

vi=600
x,y,600+si
Die Koordinaten sind der Startpunkt eines Polygonzuges: (xi/yi). Dieser Wert ist zu Beginn nicht notwendig, denn v1=0 (siehe oben) bewirkt das gleiche, jedoch für Durchdringen in manchen Fällen sinnvoll. Siehe Abb. 5.

vi=700
0,0,700+si
Schließt den bisherigen Polygonzug zum Startpunkt. Die Koordinaten werden nicht benötigt und werden ignoriert. Siehe Abb. 6.

vi=800
tx,ty,800+si
Erzeugt keine Linie/Segment oder Punkt, sondern gibt eine Tangentenrichtung unabhängig vom zuvor definierten Polygonzug vor. Siehe Abb. 7.

vi=900
mx,my,900+si
Erzeugt keine Linie/Segment, sondern setzt den Mittelpukt M(mxi/myi) für alle nachfolgenden Bogenstücke. Der Mittelpunkt ist solange gültig, bis ein neuer definiert wird. Zuvor definierte werden also mit der Definition verworfen. Siehe Abb. 8.

vi=1000
x,y,1000+si
Erzeugt ein Bogenstück, das den Polygonzug ohne Knick, also tangential aus der letzten Richtung, zum Zielpunkt (xi/yi) fortführt. Radius und Mittelpunkt ergeben sich automatisch. Die Konstruktionsmethode ist quasi "Tangenten- und Kreislinienpunkt". Zuvor eingestellte Mittelpunkte (vi=900) haben keine Auswirkung, bleiben aber gültig. Siehe Abb. 9.

vi=2000
radius,winkel,2000+si
Erzeugt ein Bogenstück, das den Polygonzug ohne Knick, also tangential aus der letzten Richtung, und mit vorgegebenem Radius und Winkel forführt. Zuvor eingestellte Mittelpunkte (vi=900) haben keine Auswirkung, da sich der Mittelpunkt dieses Kreises aus Tangentenpunkt und radius ergibt, bleiben aber gültig. Siehe Abb. 10.

vi=3000
x,y,3000+si
Erzeugt ein Bogenstück, das durch den zuvor definierten Mittelpunkt M(mxi/myi), den letzten Eckpunkt des Polygons als Element der Kreislinie und den Schnittpunkt der Kreislinie mit der (gedachten) Gerade durch Mittelpunkt und Koordinatenpunkt (xi/yi) definiert ist. Der Koordinatenpunkt (xi/yi) liegt nicht zwingend auf der Kreislinie. Er definiert lediglich die Schnittgerade. Die Strecke M(mxi/myi) zu (xi/yi) muss demnach die Kreislinie auch gar nicht schneiden. Die Richtung ist entscheidend. Siehe Abb. 11.

vi=4000
0,winkel,4000+si
Erzeugt ein Bogenstück,das durch den zuvor definierten Mittelpunkt M(mxi/myi) und den angegebenen Winkel festgelegt ist. Der Erste Parameter muss 0 sein, wird aber nicht verwendet. Siehe Abb. 12.

vi=4000 (Sonderfall Vollkreis)
radius,360,4000+si
Ein Sonderfall stellt die Definition des Kreises als abgeschlossenen Polygonzug dar. Er definiert sich durch 2 "Punkte": Zuerst durch die Definition des Mittelunktes (vi=900) und dann durch die Angabe das Radiuses. Unglücklicherweise wird dazu der Statuswert 4000 doppelt verwendet. Ist der Statuswert im Normalfall ein Bogensegment (1.Parameter=0, s.o.) ist der zweite Fall durch den 2.Parameter unterschieden (zwingend 360). Dann gibt der erste Parameter den Radius des Vollkreises an. Ein Vollkreis kann nur einen eigenständigen Linienzug (ob außen oder als Durchbruch) darstellen, aber logischerweise nicht als Teilstück eines anderen. Ein Vollkreis bedarf auch keines Abschlußpunktes mit statusi= -1, da sich das Ende selbst erklärt. Nach einem "Vollkreispunkt" beginnt ein neuer Polygonzug, oder das gesamte Polygon ist beendet. Siehe Abb. 13.