Name
DEFINE_LINE_TYPE

Syntax
DEFINE LINE_TYPE linienname skalierung, n, länge1, ... längen
[[,] 
ADDITIONAL_DATA [name_extern1= wert_extern1, ... name_externn= wert_externn]

Aufklappen Wertebereiche
linienname, Typ Text
0 < skalierung, Typ real
n, Typ integer
längei, Typ real

name_externi, in der externen Anwendung verwendeter Parametername
wert_externi, Ausdruck oder Wert, Typ abhängig von der externen Anwendung

Aufklappen Erläuterung
Legt einen neuen Linientyp mit dem Namen linienname an. Mit diesem Befehl können nur einfache, nicht Symbollinien (siehe DEFINE SYMBOL_LINE) definiert werden. Sie sind eine Folge von Strichen und Leerräumen der Länge längei, die endlos aneinandergereiht werden. Punkte haben die Strichlänge 0. Das erste Segment ist immer ein Strich. Die Anzahl der Teilstücke (n) ist beliebig.
Durch den Faktor skalierung=1/GLOB_SCALE kann eine Maßstabsunabhängigkeit erreicht werden. Die Längenangaben entsprechen maßstäblichen Längenangaben im Plan (Meter). Mit Faktor skalierung=1 sind die Längenangaben in Metern auf dem Papier. (skalierung=0.001 für mm)

Das ab ArchiCAD 9 verfügbare Syntaxfragment ADDITIONAL_DATA wird separat erläutert.

Aufklappen Beispiel
DEFINE LINE_TYPE "Strichpunkt absolut" 1,  4, 2,2,0,2
DEFINE LINE_TYPE "Strichpunkt maßstäblich" 1/GLOB_SCALE,  4, 2,2,0,2

LINE_TYPE "Strichpunkt maßstäblich"
LINE2 0,0, 10,0

LINE_TYPE "Strichpunkt absolut"
LINE2 0,1, 10,1

Aufklappen Besonderheiten
Der Linientyp wird nicht nur lokal angelegt, sondern global. Das hat einige Konsequenzen:
Jeder im Skript angelegte Linientyp ist somit auch in allen Linienauswahldialogen außerhalb des Objektes verfügbar. Das gilt für alle Projekte, in denen das Objekt Bestandteil der Bibliothek ist.
Wird der Befehl zu großzügig verwendet wird der Auswahldialog für Linientypen leicht unübersichtlich.
Wurde eine Linie so erst einmal innerhalb eines Projektes definiert bleibt sie auch nach lösen der betreffenden Bibliothek vom Projekt erhalten. Das kann beim testweise Zuladen von Bibliotheken die Attributemenge ungewollt erhöhen. ArchiCAD® gibt da auch keinen Warnhinweis.
Reagiert der DEFINE LINE_TYPE-Befehl auf spezielle Einstellungen, die von platziertem Objekt zu platziertem Objekt unterschiedlich sind, wird bei jedem erneuten Durchlauf des Skriptes in irgendeiner Instanz des Objektes der Linientyp immer wieder global geändert, was Auswirkungen auf alle Zeichnungselemente hat, die den Typ verwenden. Die Linie hat dann die Definition des zuletzt ausgeführten Objektcodes.

Angesichts der Einschränkungen ist der Befehl mit Bedacht zu verwenden und zu prüfen, ob er nicht besser in einer MASTER_GDL der Bibliothek angesiedelt ist.

Das optionale Komma vor ADDITIONAL_DATA ist erst ab ArchiCAD® 10 zulässig und erlaubt so eine bessere Formatierung des Skriptes durch die Möglichkeit eines Zeilenumbruchs.

Aufklappen Kontext
2D-Skript, MASTER_GDL-Objekte

Aufklappen ArchiCAD
ab 4.5