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Name
LIBRARYGLOBAL | Syntax LIBRARYGLOBAL(objektname, parameter, variable) |

Wertebereiche
objektname, Typ string
parameter, Typ string
variable, Variablenname (ohne "") |

Erläuterung
Funktioniert analog zum REQUEST-Befehl, ruft jedoch nicht globale Einstellungen von ArchiCAD-internen Zuständen ab, sondern Parameterwerte, die in einem Globalen Objekt der geladenen Bibliothek eingestellt sind. Die Einstellungen des globalen Objektes werden auf einer Tabulatorseite der Modelldarstellungsoptionen vorgenommen. Der dort eingestellte Wert wird nach der Abfrage durch LIBRARYGLOBAL in der Variablen variable bereitgestellt.
Eine solche globale Bibliothekseinstellung ist dann verfügbar, wenn sich das globale Objekt in der geladenen Bibliothek befindet oder wenn das globale Objekt früher geladen wurde und sich seine Einstellungen in der aktuellen Modelldarstellungs-Kombination befinden.
Gibt den Wert 1 zurück, wenn erfolgreich, andernfalls den Wert 0.
objektname: Name des globalen Objektes
parameter: Gültiger Parametername aus der Parameterliste des Objektes objektname.
variable: In dieser Variable wird der Wert des abgefragten Parameters abgelegt. |

Beispiel
success = LIBRARYGLOBAL ("MyGlobalOptions", "detLevel2D", det)
if success > 0 then
text2 0, 0, det
else
text2 0, 0, "Nicht verfügbar"
endif
oder
success=LIBRARYGLOBAL("global_multifenster","mater",matr)
PARAMETERS matr=mater |

Besonderheiten
Funktioniert nur in platzierbaren Objekten, die Parameteränderungen eines globalen Objektes übernehmen sollen, dessen Werte in den Modelldarstellungs-Kombination eingestellt werden. Mit der Funktion können nicht die Werte/Einstellungen beliebiger Objekte abgefragt werden. Das Master/Server-Objekt muss ein Objekt des Tys "globales Objekt" sein.
Die Einstellung nach globalen Werten sollte möglichst optional sein, sonst sind keine Ausnahmen möglich. So sind z.B. in der ersten Fassung der ArchiCAD-Bibliothek 13 die Türaufschläge entweder generell als Linie oder als Bogen darzustellen, jedoch nicht gemischt, was in einigen Fällen sehr sinnvoll ist. Siehe Link unten. Ein Schalter im Objekt, der die Verwendung der globalen Einstellungen abschalten kann, ist sinnvoll.
- Nach bisherigen Erkenntnissen funktioniert die Übergabe nicht mit Arrays auf der Seite des "Globalen Einstellungs Objektes".
- Parameter des globalen Objekes und Variable im Abfrageobjekt dürfen den selben Variablennamen verwenden.
- im globalen Objekt sollte man keine PARAMETERS-Befehle verwenden, da diese nicht in jedem Kontext ausgeführt werden. |

Kontext
Parameter-Script oder Master-Script.
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Hintergrund
In ArchiCAD 11 wurde in der Modelldarstellungs-Kombination die optionale Änderung von GDL-Objekten an Hand der Auswahl "Grundriss" und "Deckenspiegel" eingeführt. Siehe FLOOR_PLAN_OPTION.
In ArchiCAD 13 wird dieses Konzept deutlich erweitert. Man kann nun ein globales Bibliothekselement definieren, in dem beliebige Parameter über die Modelldarstellung an andere Objekte übergeben werden.
Dazu sind 2 Schritte erforderlich:
1. Anlegen eines globalen Objektes:
Erstellen Sie ein neues Bibliothekselemnt und wählen als Suptype "Bibliothek Globale Einstellungen" unter der Rubrik "Zeichnungssysmbol". Definieren Sie hier die Parameter, die Sie global verändern möchten. Speichern Sie das Objekt in die geladene Bibliothek. Damit die Einstellungen in der Modelldarstellungs-Kombination möglich sind, muss ein User Interface im Interface-Script des globalen Objekte für die gewünschten Parameter-Einstellungen definiert werden.
Es können mehrere globale Objekte angelegt werden, von denen dann jedes in der Modelldarstellung eine eigene Tab-Seite besitzt (deshalb den Namen im UI_DIALOG-Befehl nicht vergessen).
2. Zugriff der platzierbaren GDL-Objekte auf die in der Modeldarstellung geänderten Parameter über den Befehl LIBRARYGLOBAL
(Siehe Beispiel). Der Befehl kann nur im Parameter- oder Master-Script verwendet werden.
Die Graphisoft-Bibliothek von ArchiCAD 13 enthält bereits diverse Optionen für GDL-Objekte. |

ArchiCAD®
ab 13 |

Tipps und Tricks
Alle Änderungen in der Modelldarstellung dieses mit LIBRARYGLOBAL abgefragten Parameters, bei welcher der Einstellungsdialog des globalen Objektes angezeigt wird, werden auf das Abfrageobjekt übertragen und wirken sich bei Änderungen der Modellldarstellung genau so aus, als würde ein Parameter direkt im Objekt geändert werden.
Der große Vorteil ist, dass unterschiedliche Modelldarstellungen für jedes Ausschnittsset definiert werden können, wodurch mit 1 Mausklick beliebig viele Parameter gleichzeitig geändert werden können (wenn dies in einer Modelldarstellung gespeichert wurde und als Ausschnittsset abgelegt wurde)
Das globale Objekt muss neben dem abfragenden Objekt neu erstellt werden und muss als folgender Subtyp definiert werden: Bibliothek Globale Einstellungen.
In diesem Objekt müssen die zu ändernden Parameter des Abfrageobjektes neu eingegeben werden. Sämtliche Parameter sind in der Modelldarstellung nur im User Interface abrufbar, weshalb im Globalen Objekt ein User Interface mit allen Parametern anzulegen ist.
Für jedes globale Objekt erscheint ein separater Reiter in der Modelldarstellung.
Die globalen Objekte sind nicht typbezogen, d.h. hier können gleichzeitig Parameter für Raumstempel, Fenster und Etiketten u.a. an das Abfrageobjekt übergeben werden. |

Links |

Referenzen
GDL Handbuch 13 Seite 301 f.
GDL Handbuch 13 Seite 301 f.
GDL Handbuch 13 Seite 301 f. |
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